Donnerstag, 27. Juli 2017

Nählebenszeichen vom Bernina Medaillion Quilt (2. Border)

"Ich freue mich immer, wenn ich etwas neues auf deinem Blog sehe" sagte kürzlich eine Freundin von mir. Da war es natürlich gleich da, mein schlechtes Gewissen. Solange habe ich nichts mehr gebloggt! Aber weil ich mich natürlich auch freue, wenn sich jemand freut, ist mir der Wunsch natürlich Befehl und ich melde mich mit einem kleinen "Näh-Lebenszeichen". :)

Von meiner Patchworkbegeisterung und meiner Teilnahme am Bernina Medallion Quilt-Along habe ich hier ja schon berichtet. Der QAL - ja, mit quälen hat das manchmal auch zu tun ;) - ist zwar schon zu Ende, fertig ist mein Quilt-Top natürlich aber noch nicht. Ich habe
mich in letzter Zeit doch zu sehr  durch berufliche und andere Nähprojekte ablenken lassen.

Aber weil ich immerhin schon zwei Border geschafft habe, gibt es hier jetzt für euch einen kleinen Zwischenstand über mein aktuelles Groß- und Langfristprojekt.




 
Einige Male habe ich beim Nähen geflucht. Zum Beispiel beim Zentrum, für das ich den Feathered Star ausgewählt habe: "Und davon jetzt 48 Stück nähen - das ist nicht deren Ernst, oder??" Oder gerade jetzt bei den Kreisen: "36 Kreise von Hand applizieren - och neeee..." Und jetzt beim aktuellen Schritt: "36 Flying Geese Blöcke??? Dafür brauche ich Monate!!!!"

Anders als mit Masochismus kann ich es eigentlich nicht erklären, dass ich an diesem Quilt Along drangeblieben bin. :D Ein kleines bisschen liegt es aber auch darin, dass die Näherei DOCH fürchterlich Spaß macht und dass ich beim Betrachten des (Zwischen-) Ergebnisses jedes Mal vor Stolz fast platze. Und das wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Ich habe mich inspiriert von meinem zweiten Mug Rug für eine Kombination von roten, blauen, türkis und grünen Stoffen mit weißem Hintergrundstoff entschieden. Rot, blau und türkis gehören eh zu meinen Lieblingsfarben und das grün gesellte sich später eher zufällig dazu.


Interessanterweise habe ich wenig Stoff nur für diesen Quilt gekauft, das meiste kommt tatsächlich direkt aus den Restekisten bzw. ich habe es bei dem Stoff für den Quilt Along 6 Köpfe 12 Blöcke (den ich in letzter Zeit schändlich vernachlässigt habe) abgezweigt.

Für das Zentrum mit dem wunderschönen Feathered Star habe ich wirklich ganz schön lange gebraucht. Aber es hat sich definitiv gelohnt, ich kann mich daran gar nicht sattsehen (und übersehe die Nähfehler jetzt auch einfach mal).




Der ersten Rand mit den Kreuzen ging da schon schneller. Zwar musste ich bedingt durch Urlaub und Arbeitsstress im März eine längere Nähpause einlegen, aber von der reinen Näh- und Zuschneidezeit war ich an ca. sechs Abenden damit durch.



Danach kam die zweite Border mit besagten von Hand zu applizierenden Kreisen an die Reihe. Und obwohl mir anfangs vor dieser Arbeit gegraut hat, fand ich sie letztendlich erstaunlich entspannend. Abends gemütlich auf dem Sofa nähen - das hat doch auch mal was!




Jetzt steht der nächste Border an, die Flying Geese (http://blog.bernina.com/de/2017/04/border-3-medaillon/). Einen Block habe ich schon genäht, und viele viele Geese zum Vernähen sind auch schon fertig. Mal sehen, wann ich dazu komme, hiermit weiterzumachen. Ich bin jedenfalls immer noch fest entschlossen, dieses Quilttop fertig zu stellen. :)

Und wie sieht es bei euch aus - hattet ihr schon mal ein Nähprojekt, dass euch so richtig gefesselt hat obwohl es super-aufwändig war und ihr euch zwischendurch immer mal gefragt habt, warum ihr euch sowas freiwillig antut? :)

Liebe Grüße
Kathrin


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Donnerstag, 13. April 2017

Umhängetasche "Klein Smilla" mit Anker und rotem Kunstleder

Die Umhängetasche "Klein Smilla" vom Kreativlabor Berlin habe ich schon letztes Jahr im Sommer genäht. Allerdings hing sie dann auch erstmal eine Weile an der Garderobe, da ich im Sommer lieber mit meiner selbstgenähten Jeanstasche unterwegs war. Das hat sich letzten Winter geändert.

Und da ich in letzter Zeit ein paar Komplimente für die Tasche gekriegt habe ("Die hast du ja nicht selbst genäht, oder?" - "Doch." - "Was? Sowas kannst du nähen? Die ist ja toll."), will ich sie endlich auch mal auf dem Blog zeigen.


Die große Schwester von "Klein Smilla" hatte ich voher bereits genäht und auch hier gezeigt. Allerdings ist die große Smilla wirklich ziemlich riesig. Das macht sie zwar zu einem tollen Begleiter fürs Büro, aber für einen Stadtbummel oder ähnliches finde ich sie nicht richtig geeignet. Daher war ich natürlich gleich Feuer und Flamme, als Julia vom Kreativlabor zum Probenähen für "Klein Smilla" aufgerufen hat.


Da das äußere der Tasche etwas robuster sein sollte, habe ich sie mit beschichteter Baumwolle genäht. Für die Kontrastnähte auf dem roten Kunstleder habe ich auf Burda Seidenpapier genäht. Ich finde, sie sind schon sauberer gelungen, als bei der großen Smilla, aber ihr kennst das ja - man selbst sieht immer jeden kleinen Fehler. ;)


Fotos vom Tascheninneren habe ich leider damals keine gemacht, daher müsste ihr mir jetzt einfach glauben, dass die Tasche innen noch ein Steckfach und ein Reißverschlussfach hat. :)

Neuerungen an dem Schnittmuster im Vergleich zur großen Smilla sind die Befestigung des Tragegurts an Karabinern (dadurch kann sich der Gurt nicht so schnell verdrehen) und die Polsterung der Tasche mit Decovil, so dass der Inhalt noch besser geschützt ist.

Die Maße der Tasche sind 30 cm x 26 cm x 10 cm. Damit hat sie für mich die perfekte Größe für einen Stadtbummel, bei dem auch kleinere Einkäufe noch gut in die Tasche passen.


Falls ihr jetzt auch Lust habt, euch so eine schöne Alltagsbegleiterin zu nähen, könnt ihr das E-Book zu "Klein Smilla" bei Kreativlabor Berlin beziehen.

Viele Grüße & happy sewing!

Kathrin 

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Donnerstag, 2. März 2017

Mug Rug Mania

Seit Anfang des Jahres bin ich offiziell im Patchwork-Fieber. Und so gibt es heute von mir einen "Patchwork-RUMS"! :)




Angefangen hat das ganze mit einem "Christmas Tree Skirt" (einer Decke für den Weihnachtsbaum), den ich aus Zeitmangel erst nach Weihnachten genäht habe. Den wird es hier sicher später in diesem Jahr auch noch zu sehen geben. :) Das hat so viel Spaß gemacht, dass ich tiefer in das Thema Quilting einsteigen wollte. 

Da kam der Quilt Along von "6 Köpfe 12 Blöcke" gerade recht. An der Aktion beteiligen sich verschiedene Bloggerin und posten bis Ende 2017 jeden Monat in ihrem Blog eine Anleitung für einen Quilt-Blog. Ausgeschrieben war der Quilt Along für Anfänger und ich war sofort Feuer und Flamme. Der Januarblock war schnell genäht - mangels richtiger Patchworkstoffe und zum Üben erstmal aus Fahnentuch. 

Mit dem Ergebnis war ich noch nicht ganz zufrieden, da sich das Fahnentuch ziemlich verzogen hatte. Ich hatte aber Blut geleckt und beschloss, mir bei der nächsten Gelegenheit "richtige" Patchworkstoffe zu besorgen. Nur wie die Wartezeit bis dahin überbrücken? Schöne Patchworkstoffe in großer Auswahl sind in Bremen und umzu leider nicht so leicht zu kriegen. Es gibt zwar sogar einen Patchworkladen in Ritterhude, allerdings mit leider sehr begrenzten Öffnungszeiten.

Vom Quilt-Virus befallen durchstöberte ich das Netz nach Patchworkideen und stieß auf die Idee der Mug Rugs. Das sind große Untersetzer oder kleine Tischsets (je nach Betrachtungsweise) auf denen gerade genug Platz ist für einen Becher Tee oder Kaffee und eine kleine Süßigkeit dazu. Super zum Patchwork und Quilten üben und da wir einen Glastisch haben, auch eine gute Ergänzung für unser Wohnzimmer. :)

Den ersten und oben schon gezeigten Mug Rug habe ich nach dieser Anleitung genäht. Das Muster nennt sich "Flying Geese" und ich finde es einfach wunderschön.



Für den Mug Rug habe ich nur Stoffe aus meiner Restekiste verwendet. Das Binding habe ich per Hand genäht - das ist vielleicht eine Fummelei! ;) Aber es hat sich gelohnt.

Ich habe mich dabei vor allem nach diesem Tutorial von der Quiltmanufaktur gerichtet. Die Art, wie die Enden des Einfassungsstreifen miteinander verbunden sind, gefiel mir allerdings nicht ganz so gut. Daher habe ich mich bei dem zweiten Mug Rug, den ihr weiter unten seht, mal an einem sogenannten "Mitered joint" nach dieser Anleitung von Crazy Mom Quilts (ihr müsst ganz runterscrollen oder einfach auf der Seite nach "Mitered joint" suchen) versucht. Das gefällt mir persönlich besser.


Für meinen zweiten Mug Rug habe ich mich für das Muster "Railfence" entschieden. Ich hatte am Anfang ein bisschen Bammel, ob ich es wohl schaffe, die einzelnen Blocks sauber genug zu arbeiten. Am Ende war ich jedoch ganz erstaunt, wie gut alles zusammen passt.
Oben sieht man den Mug Rug im Einsatz mit einer Tasse Ostfriesentee und einem Buchweizen-Tartelette mit Marzipan-Sahne-Quark-Topping. Darauf karamelisierte Walnüsse und Birnenstückchen - yummy!! :)

Aber zurück zum Mug Rug, bevor ich hier vor Appetit auf die Tastatur sabbere. ;) 

Ich finde, dass Mug Rugs nicht nur ein gutes Mittel sind, Patchen, Einfassen und Quilten zu üben. Man kann an ihnen auch sozusagen relativ gefahrlos (d. h. ohne viel Stoff zu verbraten) neue Stoffkombinationen ausprobieren, die sich dann auf größere Quilt übertragen lassen.

Und obwohl man ja sagt, dass Eigenlob stinkt, muss ich zugeben, dass ich von der Stoffkombi des zweiten Mug Rugs so begeistert bin, dass ich diese Kombination auch für den Quilt, den ich im Rahmen des Bernina Medaillon Quilt Along nähe, verwenden werde. 


Richtig gelesen, ich bin anscheinend so nachhaltig infiziert, dass ich neben dem "6 Köpfe 12 Blöcke" auch Mitte Februar in den Bernina Quilt Along eingestiegen bin. :D Die ersten Ergebnisse kann ich hoffentlich bald hier zeigen. Im Gegensatz zu "6 Köpfe 12 Blöcke" ist dies ein Quilt Along für Fortgeschrittene und ich habe eine Weile gezögert, ob ich mitmachen soll. Aber ich habe mich getraut und bin bisher mit dem Zwischenergebnis ganz zufrieden. :)

Auf diesem Foto kann man den Railfence Mug Rug noch etwas besser erkennen. 



Ich mache mich jetzt an die Vernichtung des fotografierten Törtchens und schaue während dessen bei RUMS vorbei, was die anderen Ladies so genäht haben. :)

Liebe Grüße
Kathrin


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